Mittwoch, 13. Januar 2010

Teamwork, Teamwork über alles!

Die letzten Tage waren echt der Kracher... nein natürlich nicht wirklich. Kurz vor Abgabe des Softwareprojekts, welches ich mit den restlichen sechs Kommilitonen meines Studienganges in diesem Semester realisieren muss, stecken oder stecken wir bis gestern abend noch mitten in der Implementierung. Acht Stunden oder länger programmieren keine Seltenheit. 1000 Kleinigkeiten und ein paar größere Sachen machen es uns und unserer Autovermietungs-Software schwer zu arbeiten.
Aller paar Sekunden hört man nur seinen Namen... "Clausi mach ma noch dies" und "Clausi guck nochmal dort" (dabei heiß ich gar nicht so), so dass ich nachts schon von Fahrzeugreservierungen und Kunden-Objekten träume, ich bearbeite sogar im Traum den Quelltext - änderte ich eine Zeile, so tauchten überall dutzende von anderen Fehlern auf. Letzte Nacht hab ich schlecht geschlafen, heute früh meinen Wecker nicht gehört, und eine Doppelvorlesung verpasst. Nun sitz ich hier und blogge mir den Frust von der Seele. Frust will ich es eigentlich gar nicht nennen, da ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe noch ein bisschen gelassener zu sein, aber auch fleißiger (weiß gar nicht, ob sich das überhaupt kombinieren lässt - wird sich zeigen!). Nennen wir es deshalb Enttäuschung. Enttäuschung über den Teamchef, die Planung des Projektes und ein Haufen anderer Dinge.
So ärger ich mich auch ein wenig über mich selbst. Denn hätte niemand sofort die Aufgabe des Teamchefs übernommen, so hätte ich es wohl gemacht. Hätte, wenn und Aber... Ich weiß, dass ich kommunizieren, Gruppen führen, mich in andere Leute hineinversetzen kann und dass ich immer ein offenes Ohr für Vorschläge und Kritik habe. Außerdem(!) hab ich Ahnung von Programmierung. Ich möchte hier nicht für mich selbst werben, aber ich glaube ich hätte die Aufgabe besser gelöst. Jedoch weiß man sowas oft erst hinterher.
Teamwork und Planung: Fehlanzeige!
Die letzten Tag haben es wieder einmal gezeigt. Beim Verlassen auf manch andere... ist man Verlassen. Aber es gibt halt solche und solche, so dass wiederum andere gezeigt haben, dass etwas in ihnen steckt.
Klar ist das für den Teamchef auch eine Übung, damit er es beim nächsten mal besser machen kann. Man kann ja nicht verlangen, dass alles perfekt abläuft. Doch haben wir sicherlich alle mehr von ihm erwartet und ich glaube nicht, dass er sich selbst oder seine Arbeit schlecht einschätzt. Naja vielleicht braucht man so ein überzogenes Ego in der heutigen Zeit. (was ich nicht glaube) Vielleicht fehlt es aber auch einigen Leuten mal richtig auf die Schnauze zu fallen und mal zu sehen wie es auf der schattigen Seite des Lebens zu geht.