Freitag, 31. Dezember 2010

2010

Wieder einmal geht ein Jahr zu Ende und es ist an der Zeit zurückzublicken. Sich zu besinnen. Denkt man länger darüber, was man geschafft hat, fällt einem auf Anhieb nicht allzu viel ein. Fragt man sich jedoch, was sich in den letzten 365 Tagen verändert hat und wo man vor genau einem Jahr stand, so ist es schon bedeutend mehr.
2010... was soll ich sagen... für mich persönlich geprägt von Hochs und Tiefs, manchmal schnell aufeinander folgend, dass ich Angst hatte daran zu zerbrechen und manchmal einfach vorhersehbar, dass ich bereits wusste, was auf mich zu kommt. Für meine Person heißt das aber noch lange nicht zu wissen wie man sich nun am Besten verhält, aber ein anderes mal mehr dazu.
Wenn ich zurückdenke, sehe ich mich vor genau einem Jahr hier in Hamburg in dieser Wohnung - nur nicht alleine. Ein ganz komisches Gefühl (vielleicht ist es auch nur Wehmut) begleitet mich, wenn an meine ersten Schritte in dieser schönen Stadt, an das Kennenlernen und an Silvester vor einem Jahre denke. Schon seltsam, manchmal vermisse ich dieses Gefühl und wünsche mir noch einmal bei Null zu beginnen und die Stadt neu kennenzulernen.
Trotz dessen, dass mich die zarteste Versuchung seit dem es Schokolade gibt nach Hamburg geführt hat und heute von jemand anderes vernascht wird, bin ich doch für den Weg dankbar, den sie mir geebnet hat. Denn beruflich war dieses Jahr einfach hervorragend. Noch nie habe ich so viele Erfahrungen machen können und so viel dazu gelernt. Es hat wirklich viel Spaß gemacht. Des weiteren konnte ich mein Bachelorstudium abschließen, worauf ich wirklich stolz bin, neue Freunde gewinnen und eine ganze Menge erleben.
Obwohl es privat wirklich anders als erhofft verlief, konnte ich aus einigen Gesprächen viel über mich selbst erfahren. Über das was mir noch fehlt, wie der Mut mich zu öffnen und über meine Probleme, Sorgen und Ängste zu sprechen, Menschen so zu akzeptieren wie sie sind oder eine soziale Ader, um der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können. Es war schön, dass jemand für mich da war. Ich werde die Zeit vermissen, auch wenn sie mit vielen Kompromissen verbunden war und es nicht immer so aussah als würde sie mir etwas bedeuten.
Was es heißt in einer Großstadt zu leben, zu einen richtigen Universität zu gehen und sich selbst zu versorgen, wurde mir ebenso teil. Wenn ich zurückblicke hat sich einfach unheimlich viel verändert - zum Glück scheue ich keine Veränderung - und falls das 2011 genau so wird, freue ich mich auf zahlreiche neue Eindrücke, Erfahrungen und Erinnerungen.
Bis nächstes Jahr!