Mittwoch, 6. Mai 2009

Medium, Thema und/oder Geschlecht?

Manchmal sollte ich meine offene, ehrliche Ader gegen ein Gramm mehr Verstand eintauschen und nocheinmal über meine Äußerungen nachdenken. Egal ob es sich dabei über ein echtes Gespräch oder eine Unterhaltung mit Hilfe eines x-beliebigen Mediums handelt! Gestern ist mal wieder so eine Situation aufgetreten. Als ich nach einem angenehmen Tag ein "virtuelles Gespräch" mit einer mir sehr wichtigen Person began. Sofort redeten wir aneinander vorbei, was wahrscheinlich am Medium, am Thema oder vielmehr am geschlechtlichen Unterschied lag. Es entwickelte sich eine gewisse Eigendynamik, so dass manche Dinge falsch verstanden und auf andere Dinge, die dem einem wichtig erschienen, nicht eingegangen wurde. Alles schauckelte sich innerhalb von wenigen Minuten ungewollt zu einem echten Nervenkrieg hoch, welchen beide nicht gewinnen konnten. Nun befindet man sich an einem Punkt, an dem man eigentlich mit jemanden, den man sehr lieb hat, nie sein möchte. Man hat verletzende Dinge gesagt und möchte den anderen eigentlich am liebsten in den Arm nehmen, ganz fest drücken und vermitteln das es einen wirklich leid tut. Aber man sitzt immernoch vor diesem hinterlistigen Medium, namens Internet, und versucht den Schaden, den man selbst angerichtet hat, zu begrenzen, jedoch trotzdem zu seinen Fehlern zu stehen, denn man ist ja erwachsen!
Ich hab es innerhalb weniger Minuten geschafft, fast alles in Frage, auf die Probe zustellen und außer Acht zulassen, worum es eigentle geht. Eine schöne und lustige Zeit miteinanderer zuverbringen, den anderen zu fragen, was er macht, wie es ihm geht und was er fühlt! Im Nachhinein fühlte ich mich dann richtig schlecht, da ich jemanden, den ich um alles auf der Welt glücklich machen möchte, zum weinen gebracht habe.
Letztendlich bleibt nur noch eine Frage: Wer ist eigentlich dieser Johannes?

1 Kommentar:

  1. Es gibt bei jedem Gespräch auch eine Metaebene. Vielleicht solltest du bei deinen Gesprächen mit diesem besagten weiblichen Wesen, das du sehr zu mögen scheinst so oft wie du über sie schreibst, auf diese Ebene achten und vielleicht sind es gar keine direkten Verletzungen, sollte es sie tatsächlich geben, die eure kommunikation so schwierig machen, sondern das, was ihr jeweils glaubt, was der andere sagen wird oder mit dem Gesagten meint. Wenn ihr euch von diesen vorgeformten Erwartungen löst, werden eure Gespräche möglicherweise kommunikativer. Außerdem solltest du dringend ein Vier- Augen- Gespräch anstreben.

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