Montag, 31. August 2009

Gegen Bürokraten - helfen nur Piraten!

Netter Spruch, den hab ich mir einfach mal geliehen. Vielleicht errät ja der ein oder andere die Partei (ist nicht allzu schwer). Gestern war Runde 2 des diesjährigen Wahlmarathons. Vielen Leuten hängt es jetzt schon zu den Ohren heraus, aber die alles entscheidende letzte Runde steht uns ja bald noch bevor. Der Wahlkampf geht in den Endspurt und die Politiker rühren nocheinmal richtig die Werbetrommel.
Jedoch wählen wir die Politiker sowie deren Parteien für eine gesamte Amtsperiode von vier bzw. fünf Jahren. Wie kann es dann sein, dass ein halbes bis dreiviertel Jahr vor Ende der Periode das Tagesgeschäft auf der Strecke bleibt und Entscheidungen auf die Zeit nach der Wahl verschoben werden, nur um Wahlkampf zu betreiben. Nimmt man so ein Amt entgegen, so sollte man doch im Interesse des Volkes handeln. Also nicht auf Kosten der Steuerzahler Tag für Tag durch Bund und Länder reisen und sich selber lobpreisen, während die eigentliche Arbeit liegen bleibt. Das Ausmaß des Taschenvollhauens vor den Wahlen nimmt halt auch immer extremere Formen an.
Jedenfalls ist ein Mythos für mich wiederlegt. Nämlich der, dass Leute in Krisenzeiten das Radikale Wählen. So befürchteten alle das Schlimmste. Auch ich war sichtlich überrascht als ich die erste Hochrechnung sah und konnte es kaum glauben, dass eine bekannte rechte Partei ihr Ergebnis von der letzten Wahl fast halbierte, somit knapp über die fünf Prozent schrammte. Im Studio eines öffentlich-rechtlichen Senders kam ein Vertreter dieser Partei zu Wort und faselte irgendwas von einem historischen Moment, da sie zum ersten mal den Wiedereinzug in ein Parlament geschafft hätten. Was nützt es mir (der Partei), wenn ich erneut Gäste (die Wählerschaft) zu mir einlade und für sie koche, aber das Essen ungenießbar ist (knappe fünf Prozent)! Vorallem, wenn man bedenkt, dass diese Partei ungefähr soviele Plakate wie zwei große Parteien zusammen geklebt hat. Sprüche sind halt die eine Sache, Taten oder Tatendrang die andere!

2 Kommentare:

  1. Die Menschen haben radikal gewählt, nur in die andere Richtung, denn dass eine Partei die am "linkesten Rand" des politischen Spektrums liegt, doppelt so viele Prozente, und damit auch doppelt so viele Sitze, erreicht wie eine "gemäßigte linke" Partei, ist doch zumindestens bedenkenswert.
    Und acht Sitze für eine rechte Partei finde ich auch nicht wenig. Um genau zu sein es sind 8 Sitze zu viel!

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  2. Die "gemäßigte linke" Partei weiss nicht was sie will und betreibt Politik die im krassen Wiederspruch zum Parteiprogramm steht.
    Und was die "Radikalität" dieser anderen linken Partei angeht: die Ziele unterscheiden sich nicht wesentlich von dem ehemaligen linken Flügel deiner "gemäßigten linken" Partei und sind überhaupt nicht vergleichbar mit der rechten radikalen Partei.
    Acht Sitze sind immerhin verkraftbarer als 16, 24 oder gar 30. Letztendlich zeigt die Tendenz hoffentlich, wo sich diese Partei hinbewegt, nämlich zurück in die Versenkung!

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