Samstag, 26. September 2009

Ja, für Bodennebel!

Morgen ist Bundestagswahl, jedenfalls für die meisten Wähler, wie es ja hoffentlich "vereinzelt" durch die Medien gedrungen sein dürfte.. Für alle anderen, hier nocheinmal die Erinnerung eines bekannten sozialen Netzwerkes: "Liebe NPD-Wähler: Nicht vergessen - Montag ist Bundestagswahl!" Da ich noch relativ unentschlossen, also für Alles und Niemanden war, hab ich vor ein paar Tagen mal den Wahlomat angewurfen. Mit dem Ergebniss, dass ich jetzt noch verwirrter bin. Denn zum einen waren mir ein Großteil der Themengebiete völlig unbekannt, aber so konnte ich sie auch nicht den Parteien zu ordnen und den Wahlomat somit bewusst oder unbewusst beeinflussen. Zum anderen waren die drei "passendsten" Parteien, die der Wahlomat mir ausgespuckt hat; Parteien, die ich nicht wählen möchte oder nicht wählen kann! Deshalb stellt sich nun die Frage: Gegen Überzeugung oder gegen Übereinstimmung wählen?!
Alles so undurchsichtig wie Bodennebel, nicht wie normaler, sondern wie künstlicher Indoor-Bodennebel, erzeugt von einer Nebelmaschine oder in unserem Falle von Politikern im Wahlkampf. Sichtweite unter 2meter! Der Dancefloor gefüllt mit leeren Versprechungen in Form von undurchsichtigen Nebel, welcher sich nach der Party (der Wahl) in Luft auflöst, als wäre er nie dagewesen. Fragt man nun den DJ also den Kanzler oder die Kanzlerin nach dem Nebel, so war er angeblich auch nie da!
Die Versprechen werden fallen gelassen wie heiße Kartoffeln. Die Wählerschaft wurde wiedereinmal getäuscht und die Poltiker kassieren ihr überzogenes Gehalt die nächsten vier Jahre.. Vielleicht sollte man einfach mal das ganze System überdenken oder bei wichtigen Dingen einfach zusätzlich noch das Volk entscheiden lassen, wie in Irland beim Entscheid über den Beitritt in die EU.
Zurück zum Nebel: Letzten Samstag war es genau so, dem einen gefällts und die anderen tasten sich hilflos mit den Händen voran und finden die Sichtweite einfach übertrieben (oder untertrieben?). Um es allen gerecht zu machen, sollte man vielleicht schon am Einlass abstimmen.. Dem Türsteher gibt man je nach seiner Meinung ein Schild mit "Ja, für Bodennebel" oder "Bodennebel, Nein danke!" in die Hand, womit er Werbung für Sache machen oder aufmüpfige Besucher zu recht prügeln kann. Ist doch mal ne Idee oder?

Freitag, 18. September 2009

Reopening

Am Wochenende war ich seit längerem mal wieder abends unterwegs. Es ist halt nicht einfach "Veranstaltungen" zu finden, die meinen Geschmack treffen und meine Erwartungen erfüllen können. Außerdem ist es gerade deswegen, dass man nicht jedes Wochenende weggeht, wirklich was besonderes. Man freut sich viel mehr und spart nebenbei noch eine Menge Geld! So ging es mal wieder nach Dresden ins Triebwerk zum Reopening nach der Sommerpause. Obwohl wir Samstagabend weggehen und das Triebwerk halb 12 seine Forten öffnete, sind wir trotzdem erst Sonntag 0:30 Uhr da. Irgendwie kommt es mir so vor, als würden die Party's auch immer später beginnen. Auch das Publikum hat sich etwas geändert - jedenfalls im Gegensatz zu früher, also für mich im Gegensatz zu Oktober letzten Jahres als das erste mal dort war. So konnte man am Sonntagnachmittag in einem Forum dieses Zitat lesen: "hab schon besseres erlebt... publikum war irgendwie anders als sonst... gut, da stellt sich die frage: was ist besser: ein laden voller klatschis oder ein laden mit leuten die sich vom computer mal losreißen konnten oder sich muddis ausgehrock geliehen haben...?!". Genau das konnte man beobachten. Auf dem Mainfloor, auf welchem eigentlich Techno zu hören sein sollte, ertönten softe Elektroklänge und alle Mützen- und Kragenträger (die Klatschis) flippten aus. Als dann das Mädel mit dem völlig unpassenden Outfit (knöchellanger beiger Rock und weißer Pulli) auftauchte - ihr Freund war übrigens einer der Vollbärtigen, die sich vom Computer losrissen - konnte ich mir mein Grinsen kaum noch verkneifen, womit ich bestimmt nicht alleine war!
Als es dann später richtig rumste und die Musik sich besserte, wurden die Leute leider immer weniger. Wenigstens hatte man genug Platz, so dass ich mich über vier Stunden der Musik (hemmlungslos) hingeben konnte und vorallem der zweite Floor, auf dem Minimal und Hardtek gespielt wurde, gefiel mir gut. Als es draußen schon wieder hell wurde, waren zwar die Beine schwer, aber es war trotzdem richtig toll gewesen. Ich weiß jetzt sogar, dass ich auch ohne Alkohol bzw. ziemlich wenig so richtig abgehen kann, was mir vor einiger Zeit noch schwer viel.

Mittwoch, 9. September 2009

Wake me up when September ends!

Mein Geburtstag steht vor der Tür und somit die komischste Zeit des Jahres, wie ich finde! Ich feier gern Geburtstage, nur nicht meine Eigenen. Schon seit einigen Jahren verbinde mit ihnen nicht so viel Fröhlichkeit wie man eigentlich sollte. Man wird halt älter und die Zeit scheint auch immer schneller zu vergehen. Man blickt mit Wehmut auf das vergangene Lebensjahr zurück - erfreut sich an schönen Erinnerungen und versucht alles "Unangenehme" zu vergessen oder sogar zu verdrängen.
Vielleicht stammt meine Einstellung auch von dem Bedürfnis nicht im Mittelpunkt stehen zu wollen. Natürlich freue ich mich über all die vielen Glückwünsche und über jede kleine Aufmerksamkeit, jedoch möchte nicht, dass wegen mir extra "ein Faß aufgemacht wird". Ein andere Erklärung wär für mich der Beginn des Herbstes. Gerade aus dem Sommerloch geklettert, fällt man in das nächste tiefe Loch, welches durch das kühler sowie nasser werdende Wetter und die immer kürzeren Tage aufklafft. So fällt es wahrscheinlich vielen Leuten immer schwerer sich zu motivieren, frühs aus dem Bett zu kommen oder kreative Ideen zu sammeln für Job und Freitzeit, vorallem wenn man am Morgen den ersten Blick aus dem Fenster wagt und ein grauer, verregneter Herbsttag schon auf einen wartet.
Da ich zur Zeit immer länger schlafe, jedoch nach dem Schlafen nie wirklich erholt bin und mich eher wie erschlagen fühle, ähnelt das stark den Symptomen der Frühjahrsmüdigkeit, welche mir letztes Jahr sehr zu schaffen machte. Diese Jahr blieb ich weitestgehend verschont, was wohl am Extrasonnetanken während des Urlaubes im Februar lag. Bis gerade eben war mir der Begriff "Herbstmüdigkeit" noch unbekannt, aber in diversen Foren wird dieser Begriff geprägt und beschreibt so ziemlich genau meinen aktuellen Gemütszustand. Passende Ratschläge, was man dagegen tun sollte, findet man auch sofort. So ist die Rede von viel frischer Luft, viel Licht und etwas Sport. Falls das nicht hilft, weckt mich bitte Ende September wieder auf!