Samstag, 17. April 2010

Unsichtbare Gefahr.. jedenfalls für Europa

Die Aschewolke ist immernoch unterwegs. Keiner sieht sie und doch ist sie da. Das was auf Island aus dem Vulkan Eyjafjallajökull (zu deutsch "Ich brech mir gleich die Zunge") geschleudert wird, verteilt sich über Europa und verdirbt vielen Reisenden die gute Laune. Für mich ein Grund darüber zu bloggen.
Umso mehr das tägliche Leben von vielen Menschen davon betroffen ist und es keine schrecklichen Auswirkungen auf die Existenz der Betroffenen hat, umso spannender finde ich es sich Gedanken zu machen und vielleicht das ein oder andere Zukunftsszenario auszuspinnen.
So sollten Reisende es akzeptieren, dass die Westwinde die Asche in Flughöhe bringen und keine Fluggesellschaft oder zuständige Behörde solch ein Risiko eingehen möchte, obwohl noch nie dadurch ein Flugzeug abgestürzt ist. Vielmehr sollten sie sich sogar darüber freuen ein Teil des großen Abenteuers zu sein, welches das geregelte tägliche Leben unterbricht, und Wege zu suchen ihr Ziel auf unkonventionelle Art und Weise zu erreichen. Einfach mal mit dem Zug durch ganz Europa dengeln, um dabei zu bemerken, dass es wie bei jedem Ereignis, was viele Menschen betrifft, einfacher ist mit anderen ins Gespräch zu kommen und sich irgendwie mit ihnen verbunden zu fühlen, da sie auch ein Teil des großen Ganzen sind.
Ich glaube, wennn der Vulkan wie bei seinem letzten Ausbruch 2 Jahre oder eine ähnlich lange Zeit Asche spuckt, werden die betroffenen Staaten Nord- und Mitteleuropas noch enger zusammenrücken. Da Vorkommnisse dieser Größenart immer wieder gezeigt haben, dass sie ein Anfang für etwas neues sind. Der Mensch wird quasi dazu gezwungen eine Lösung für das bestehende Problem zu finden, was schon oftmals zu Erfindungen geführt hat, die wir aus unserem Leben kaum noch wegdenken können. Zusammenarbeit ist hierbei das Schlagwort, auf das es hinaus laufen wird. So werden vorallem die Fluggesellschaften frühzeitig aufschreien, denn jede Maschine, die am Boden bleiben muss, kostet richtig viel Geld.
Gehen wir davon aus, dass der aktuelle Zustand bestehen bleibt, werden nach und nach alle Wirtschaftszweige beeinflusst, die direkt oder indirekt mit dem Lufttransport in Verbindung stehen. Gleichgewichte verlagern sich genauso wie die Standorte von Unternehmen und die Ausmaße deren Einflüsse auf den Markt. Letztendlich trifft es leider doch jeden einzelnen von uns. Ob nun beim Reisen mit der Deutschen Bahn, welche ihre Preise wieder einmal erhöht, da sich ihre Stellung deutlich verbessert hat und Manager von dicken Prämien und Boni träumen, oder ob es bei der Inanspruchnahme von irgendwelchen Dienstleistungen wie dem Paketversand bei der Post ist.
Gespannt bin ich wie Staaten sowie Unternehmen reagieren, falls keine Besserung in Sicht ist und die ersten Fluggesellschaften wieder den aktiven Verkehr, trotz des Risikos, aufnehmen und ob die Medien nach zwei Jahren immernoch davon berichten. Aber worauf wir alle gespannt sein sollten, sind die Auswirkungen auf Klima und Umwelt, welche von diesem Ausbruch ausgehen.

Den aktuellen Flugverkehr findet ihr übrigends hier.

Zum Schluß noch drei positive Aspekte (jedenfalls für mich): weniger Lärmstörung, weniger Emissionen, reduzierter Verbrauch von Brennstoffen!

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